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Ich freue mich, Ihnen hier einige Kurz-Tipps und Gedankenanstösse aus der Praxis an die Hand geben zu können.

Ob Steuerung des Flurfunks, Vergabe von Einzelbüros oder faire Regelungen für flexibles Arbeiten – bei der Gestaltung einer funktionierenden und zugleich inspirierenden Arbeitswelt gilt es, komplexe, ineinandergreifende Herausforderungen zu meistern.
Andrea Lipp

 
 

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Stirbt das Einzelbüro als Statussymbol aus?

In vielen Unternehmen ist es heute noch üblich, dass sich überdurchschnittliches Engagement und lange Firmen-Zugehörigkeit in Fensterachsen und Bürogrößen zeigen. Dieses stark hierarchisch geprägte Statussymbol hat aber mittlerweile bei den meisten Mitarbeitern ausgedient und führt nicht zu einer vertrauensschaffenden Unternehmenskultur. Zeit („Arbeitszeit ist Lebenszeit“) ist heute ein immer wichtiger werdendes Statussymbol – lassen Sie uns in Dialog mit Ihren Führungskräften und Mitarbeitern gehen, was zu Ihrem Unternehmen passt – heute und zukünftig.

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Unterschätzen Sie nicht den „Flurfunk“

Schaffen Sie keinen Raum für (meist negativen) Flurfunk: der entsteht vor allem durch Unsicherheit, fehlende Informationen und nicht genügend Transparenz. Kommunizieren Sie stattdessen regelmäßig und proaktiv nach dem Motto „auch wenn es nichts Neues gibt – dies ist auch eine wichtige Information“.

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Gute Akustik hat viele Gründe

Durch den gebauten Raum (Decke, Boden) wird die erste Grundlage geschaffen – aber denken Sie auch an die Planung und Zuordnung von unterschiedlichen Kommunikations-Profilen und an einen respektvollen Umgang untereinander, die z.B. in Spielregeln erarbeitet werden.

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Handtuch auswerfen – Typisch deutsch?

Mittlerweile hat es sich nicht nur im All-Inclusive-Urlaub bewährt, sich früh morgens den besten Platz am Pool oder Strand zu sichern. Diese typisch deutsche Eigenart zieht nun mancherorts sogar in Büroräume ein. Lassen Sie es nicht so weit kommen und schaffen Sie für alle gleich attraktive Arbeitszonen, mit zugeordneten Teamzonen und Nachbarschaften. Gemeinsam erarbeitete und offen kommunizierte Regeln helfen auch hier, dass kein Mitarbeiter Angst haben muss, benachteiligt oder unfair behandelt zu werden.

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Flexibles Arbeiten – Fluch oder Segen?

Als bekennende Bahnfahrerin nutze ich die Zeit im ICE immer gerne zum konzentrierten Arbeiten. Unabhängig von Ort und Zeit zu Arbeiten ist eine Herausforderung und Chance zugleich. Abgesehen von den persönlichen Vorlieben ist es wichtig, eine faire Lösung zu finden, die Zusammenarbeit regelt und Teamspirit fördert.

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Konferenzraumgrößen optimal wählen

Die meisten Besprechungsräume sind heute viel zu groß. Dies wird klar, wenn man die Nutzung beobachtet. Ganz typisch: Besprechungen mit 2-4 Personen. Planen Sie daher lieber 2 kleine oder mittelgroße Besprechungsräume, statt einem großen.

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Flexible & modulare Arbeitsplätze

Möbel mit Rollen, oder Stapel- / Klappfunktion können enorm hilfreich sein, um flexibel auf wechselnde Bedürfnissen reagieren zu können. Denken Sie Ihre Räume multifunktional an. Aus einem Modul kann so zum Beispiel ein kleiner Besprechungs-, Rückzugs- oder Projektraum werden.

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Firmenkultur “typisch deutsch”?

Zugegeben, Deutschland ist 2018 wieder Innovations-Weltmeister geworden (Link) Dennoch frage ich mich, ob dies schon alles ist und wie Innovation noch viel stärker gefördert werden kann. Die meisten deutschen Konzerne glänzen durch traditionelle Bürolandschaften deren Flure alles andere als inspirierend und kommunikationsfördernd sind. Die Wände dort sind meisten auch in den Köpfen zu finden. Meiner Erfahrung nach führt der einzige Weg zu mehr Innovation und Wettbewerbsvorteil ganz konsequent in moderne, offene Bürolandschaften mit wenig Wänden und einer Vielzahl an funktionierenden und inspirierenden Arbeitsmöglichkeiten.

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Warum komme ich noch ins Büro?

Schaffen Sie mit Ihrer Arbeitswelt die Antwort auf die Frage „Warum komme ich noch ins Büro?“- so dass Kollegen sich gerne im Büro treffen. Das ist Kultur. Steve Jobs und Bill Gates haben ihre ersten Produkte auch unter minimalsten Bedingungen in ihrer Garage entwickelt, waren aber begeistert und motiviert durch die Idee und die Menschen, mit denen sie arbeiten durften. Räume und Kollegen inspirieren gleichermaßen, wegen Kollegen und Vorgesetzten komme ich gerne ins Büro – oder eben nicht.